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Lüftungsanlagen

Problem - Wohnraumlüftung


Die aktuelle Energie-Einsparverordnung (EnEV) fordert nebenenergieeffizienter und nachhaltiger Bauweise außerdem, dass die Hülle eines neu zu errichtenden Gebäudes dauerhaft luftundurchlässig sein muss, gleichzeitig aber der erforderliche Mindestluftwechsel zum Zwecke der Gesundheit der Bewohner sichergestellt sein muss. Welche Maßnahmen dann aber konkret ergriffen werden sollen, dass schreibt die EnEV (noch) nicht vor. Durch maximale Wärmedämmung, moderne Fenster und ein dadurch quasi luftdichtes Gebäude kann richtig viel Energie und somit auch viel Geld eingespart werden. Doch neben Wärme, haben gleichzeitig auch Feuchtigkeit und Schadstoffe nahezu keine Möglichkeit mehr das Gebäude zu verlassen. Das kann zum Problem werden, wenn nicht richtig gelüftet wird! Da der Gesetzgeber nur vorschreibt das ein Mindestluftwechsel erfolgen muss, aber nicht wie dieser erfolgen soll, bleibt es Jedem selbst überlassen in welcher Art und Weise der notwendige Luftaustausch in den Wohnräumen vorgenommen wird. Das klassische Beispiel der Fensterlüftung kann nicht sicherstellen das eine ausreichende und im Idealfall gleichzeitig energiesparende Lüftung erfolgt. Um die nötige Raumluftqualität sicherzustellen müssten, je nach Nutzung der einzelnen Räume, alle 2-3 Stunden, auch nachts, die Fenster für 5 Minuten voll geöffnet werden. Weil das aber unmöglich zu bewerkstelligen ist, bleiben die Fenster stattdessen über längere Zeiträume in Kippstellung, was den Energieverbrauch in die Höhe treibt und im Endeffekt alle bauseitig getroffenen Energiesparmaßnahmen wieder zu Nichte macht!

Lösung - Lüftungsanlagen


Um auch, wie vom Gesetzgeber gefordert, in maximal gedämmten Wohngebäuden Feuchtigkeit und Schadstoffe sicher und energieeffizient nach außen zu befördern und somit z.B. die Gefahr von Schimmelpilzbildung zu bannen, gleichzeitig die Wohnräume ohne Energieverluste mit frischer Luft zu versorgen, werden elektromechanische Lüftungsanlagen eingesetzt. Neben dem sicheren und ernergiesparenden Luftaustausch bieten Lüftungsanlagen noch weitere Vorteile: Die Belastung durch Haustaubmilben nimmt rapide ab, durch den Einsatz von speziellen Filtern wird der Einflug von Pollen und Gräsern verhindert: Das macht das Gebäude insgesamt Allergiker- freundlich. Durch die schnell regulierbare Lufttemperatur werden die Heizkosten dauerhaft gesenkt. Außerdem erhöht sich der Lärmschutz, weil Fenster und Türen geschlossen bleiben können.

Dezentrale Lüftungsanlagen


Abluft-System

Dezentrale Lüftungsanlagen als Abluftanlagen eignen sich besonders in Räumen, in denen Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche abgeführt werden sollen. Bad, WC‘s oder Küche lüften Sie effektiv mit einem leistungsstarken Abluftsystem. Verschiedene Steuerungsmodule und Einstellmöglichkeiten (Timer, Feuchte oder Infrarot) erlauben eine individuell angepasste Aktivierung und Laufleistung.

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Raumspezifische Wohnraumlüftungen ähneln stark reinen Abluftanlagen, nur das hier die Zuluft dem Raum nicht mittels Unterdruck sondern direkt durch die Lüftungsanlage zugeführt wird. Der zum reinen Abluftsystem aber entscheidende Unterschied besteht darin, dass mit einem Wärmerückgewinnung-System die Zuluft vorgewärmt in die entsprechenden Räume einströmt. Dabei wird ein Wärmebereitsellungsgrad von bis zu 90% erreicht und somit die Energieeffizienz des Gebäudes beim Lüften nicht maßgeblich beeinträchtigt. Zu einer kontrollierten Wohnraumlüftung gehören mindestens 2 Lüfter und eine entsprechende Steuerung. Die Geräte werden gegenläufig zueinander betrieben. Dies bedeutet, dass von jedem Gerät abwechselnd verbrauchte Raumluft nach außen abgeführt, dabei die Wärme gespeichert und durch Frischluft ersetzt wird, die durch den Wärmespeicher vorgewärmt ist. Die Richtungsänderung am Ventilator erfolgt nach 75 Sekunden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Stoßlüftung, bei dem der Lüfter für einen gleichbleibenden Luftstrom in eine Richtung sorgt, um eine Durchlüftung ohne das Öffnen der Fenster zu erreichen.

Zentrale Lüftungsanlagen


Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Die zentrale Lüftungsanlage besteht im aus einem Zu- und Abluftradialventilator, dem Wärmeübertrager, Außenluft- und Abluftfilter sowie der Regelungseinheit. Das Zentrallüftungsgerät saugt mittels zweier Gebläse über je ein Filterelement in getrennten Kanälen Außenluft von außen und Abluft aus den geruchs- bzw. feuchtebelasteten Räumen (Küche, Bad, WC‘s) der Wohnung an. Diese beiden Luftströme werden über einen Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher geleitet, wobei die Außenluft die Wärme aufnimmt und die Abluft die Wärme abgibt. Die Luftführungen sind voneinander getrennt, so dass eine Geruchsübertragung zwischen Außen- und Abluft ausgeschlossen ist. Über Luftkanäle sowie justierbare Zu- und Abluftventile wird die erwärmte Außenluft in die Wohnung eingeblasen und die abgekühlte Abluft als sogenannte Fortluft aus dem Gebäude abgeführt. Das System ist Smart Home ready und lässt sich über eine offene XML-Schnittstelle komfortabel in Hausautomationssysteme einbinden und steuern.

zentrale Lüftung

Luftverteilsystem mit Flachkanal